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Bildwerk zu Stauchischen Aktivitäten
freundschaftlichen
Austauschs und der lustvollen Feierlichkeit, wollte meine Herrin schon,
ob der gefahrvollen und weiten Wegstrecke ablehnen. Doch dann erfuhr sie
von den Kernmythen der Landesentstehung, den Drachen der einzelnen Inseln,
die bestimmte Elemente, Temperamente und Eigenschaften vertreten und auf
die sich das Volk in seiner Entstehung und Historie wohl beruft, und war
kaum aufzuhalten in ihrem Eifer, den Reisepfad zu begehen und mehr über
jenes Land zu erfahren, vielleicht sogar Gemeinsamkeiten der Mythen offenzulegen.
Die Reise war beschwerlich und als erste Seereise der Stauchischen Gesandtschaft
äußerst wagnisvoll. Doch mit Ritter Gustreff und
dem
wackren Kämpfer Harne Melph, dem gelehrten Theoretikon Mopper und
der damaligst noch als Zofe zu benennenden Vertrauten Salina beging die
Baronin dies mit festem Schritt. Edel war ihr Blick, als er über die
wogende See glitt, stets vorblickend schaute ihr Auge gen Norden, wo neben
den Feierlichkeiten jedoch auch dunkle Gefahren lauerten, die das sommerhafte
Wetter nicht erahnen ließ. Sie überreichte, sicheren Fußes
auf festen Grund gesetzt zugleich ein wertvolles Präsent, einen Ring
aus dem Hort eines Jungdrachens, der dem zukünftigen Jarl und seinen
engsten Vertrauten den Weg durch das Ringgebirge, vorbei an unseren Hütern
gestatten würde, wollten sie den Weg in den Süden jemals antreten.
(...)"

"So
weiß ich von einem Ort zu berichten, den meine verehrte Herrin besuchte,
als in Rathelsbeck die ersten Frühlingsboten durch die leichte Schneedecke
brachen und die Winterfeuer langsam verrauchten. Es trieb sie ein innerer
Ruf zu einem kleinen Dorf in Kaotien, das sich Drachenfall nannte. Und
hier wird denn auch offenbar, welchen Antrieb meine Herrin fand, als sie
das erste Mal von jenem Namen und Fragmenten seiner Geschichte hörte.
Dort haben Drachen gestritten, trug man ihr zu. Dort seien Drachen gefallen
- ein roter und ein blauer Drache, die um das Gleichgewicht der Kräfte
gerungen haben. Wie ähnlich diese Legende unserer eigenen doch war.
Und nichts hielt sie auf, jenen Ort zu besuchen und mehr über diese
Mythe zu erfahren.
Es findet sich noch ein Zusatz unter diesem Kapitel, der anscheinend später
hinzugefügt wurde, da die Zeilen sehr beengt beschrieben wurden:
"Die
Baronin erzählte mir scheu von einer obskuren Gegebenheit, die sich
während ihres Aufenthalts zutrug. So berichtet sie, dass ihr und ihrer
Begleitung ein ominöses Schrift- und Bildstück in die Hände
fiel, eine Landkarte, die den Ort eines 'Schatzes' wohl in sich barg. Wie
sich später zeigte, gab es noch zwei weitere Karten, ähnlichen
Inhalts, die die Besitzer zusammenbrachten, um jenen 'Schatz' aus den tiefen
des kaotischen Waldgebietes um Drachenfall herum zu bergen. Viele Stunden
verbrachten die Suchenden, darunter auch meine Herrin, damit, die einzelnen
Bildfragmente zu einem Ganzen zu komplettieren, jedoch ohne Erfolg. Mit
genässter Kleidung und trübem Blick, ermüdet von den Strapazen
des Waldwanderns und der Suche, erreichte man bei nahender Dämmerung
das Dorfzentrum. Das Schicksal wollte es wohl so, dass ein unglücklicher
Wassertropfen das Geheimnis des Ausgangspunktes raubte und somit alle Hinweise
auf einen Anfang der Suche im Keim gleich erstickte (...)."
wie sie selbst sie nannte, zwielichtig-dumm-gutmütigen Bewohner, deren
Zungen schneller als Rennfeldmäuse auf jede erdenkliche Situation
eine Antwort wußten, die den Gegenüber meist nachdenklicher
zurückließ, als er vor dem Gespräch nur hätte sein
können. Nun denn, in jenes Gebiet verschlug es also meine Herrin samt
der Gesandtschaft und es warteten düstere und gefährliche Gegebenschaften
auf sie,die sich des nachts aus dem Brunnen erhoben. Hier trafen sie nicht
zuletzt auf einen
jungen Streiter, den die Baronin vor vielen Jahren als Barde und Musikant
zu schätzen gelernt hatte, Shalalah, der allseits bekannte Gaukler,
der hin und wieder die Gesandtschaft mit seinen vielseitigen Talenten zu
unterstützen weiß. So ist er auch im Kampf doch ein beachtlicher
Meister des (vor)schnellen Wortes und (schinken)schneidender Präzision
mit dem Schwert, wie ich mir habe erzählen lassen (...).
für das sichere Geleit der Baronin sorgen konnte. Auf der Brug angekommen
musste natürlich zunächst sichergestellt werden, dass die Burgbewohner
und die übrigen Gäste der edlen Frau keinen Schaden zufügen
wollten, so dass der tapfere Ritter sein Befragungstalent zu pass kam,
welches er weise einzusetzen wusste, etwa gegenüber dem katzbuckligen
Knecht Jonathan, der wie auch die übrigen Knechte nicht angetan war
über 'das viele Volk, das den Burgherren die Haare vom Kopfe fresse'.
Spukgeschehnisse, ausgelöst durch eine erhebliche Abfolge von Missgeschicken
des letzten Jahres und einer etwas unüberlegten Schnellbestattung
im Brunnen der Burg Veldenz, sorgten dann alsbald für genug Aufregung,
sowie Gesprächs- und Handlungsstoff unter den Anwesenden. Man ersann
jeden erdenklichen Weg, den grausamen Seelen den Weg in ihr Totenreich
zu weisen,(...) doch ausschlaggebend für das Ende (?) des Spuks war
dann jedoch die priesterliche Reinigung der verunreinigten Wasserstelle,
wobei die Zukunft zeigen wird, ob jene Heldentat das Übel im Keim
ersticken konnte. (...)"
selben
Gebäude auch eine Elementar-Akademie unterhält. Nicht ahnend,
das der Gelehrte die Burg in den nächsten Tagen in die Hände
eines weisen Rates, bestehend aus den durch Wettkämpfe ausgewählten
Besten unter den Gästen, legen will, harren wir zunächst der
Dinge, die da kommen bei süßem Met, Wein und Gesang in der Taverne
und im frierend-kalten Innenhof der Burg. Schnell finden sich Kontakte
zu anderen adeligen Gesandtschaften, den Bretonen zum Beispiel, mit denen
wir im weiteren Verlauf regen Austausch von Informationen und Aktionen
betreiben. Theoretikon scheint Gefallen an einigen recht jungen Orks gefunden
zu haben, die in höchster Berserkerischer Wut aus allen Öffnungen
Schäumen - nun ja,
schweigen
wir über das Weitere. Noch in der Nacht soll der erste Wettkampf der
Stärke zu bestehen sein, ein Kriegszug gegen marodierende Orks, an
dem Gustreff und Wenzel teilnehmen. Carola und Theoretikon verbringen derweil
den späten Abend in der überfüllten Taverne, während
Salina auf die Rückkehr der Recken wartet, um helfend bei der Hand
zu sein, sollte ihre Hilfe von Nöten sein. Der nächste Tag bringt
nicht nur die weiteren Wettkämpfe, sondern auch Zweifel an der ehrenwerten
Absicht des Barons. Oder sind es gar seine Schüler, die den alten
Mann betrügen? Der Zweifel
an
der Ehrlichkeit seiner Absicht bestätigt sich, als wir durch Zufall
ein Übel und Böses ausstrahlendes Schwert in der Bibliothek der
Burg finden, doch können wir - auch mit Hilfe der Bretonen - nichts
gegen den resoluten Rauswurf von Seiten der Schüler tun. Entgültig
wird die Wahrheit offenbar, als die Sieger der einzelnen Wettkämpfe
- darunter auch Wenzel - ihres gewinnbringenden Talents beraubt zu uns
übrigen zurückkehren, die wir uns gerade gegen die Schergen des
Barons verteidigen müssen, die uns aus der Burg herauszutreiben gedenken.
Und wie endete die Geschichte? - Wenzel, unser Schachmeister, büßte
seinen Verstand ein (und hat ihn bisher auch im Alkohol nicht wiedergefunden!).
Der Baron herrscht nun weitere Jahre über die Burg mit allen Talenten,
die er den wetteifernden Gästen geraubt hat, u.a. auch mit dem Verstand
eines Bauern (welch ein Trost!). Und wir verließen die Burg am nächsten
Morgen so schnell als möglich, wartete man uns noch nicht mal mehr
ein Frühstück zur Stärkung auf ...
aus
Oschenheim von dem Fund eines Grabes auf einem zukünftigen Kirchengrund
in Oschenheim! Und schon war man auf dem Weg in dieses noch fremde Land,
das seinen einen Gott mit Inbrunst verehrt und die Worte etwas ... anders
setzt. Nicht nur legendäre Dialoge wie: "Ey, wo sin' denn die Büddel?"
-"Na in der Büddelhütt!" rissen uns von unseren Schemeln vor
unserem Quartier. Nein, auch die Ereignisse um die Grabungsstätte
und der Zwist der Dorfbewohner, ob es nun eine Kapelle oder ein Freilichtmuseum
wird, wurden von uns, dem Freiherren Risto, Theoretikon, Salina, Carola
und Wenzel, mit Interesse begutachtet. Vor allem die Zwistereien zwischen
dem
Dorfpfaffen
und dem Bürgermeister blieben bis zum den Streit für den Pfaffen
beendenden Stockball-Finale spannend. Doch noch nur Erheiterung bescherte
dieser kleine Zwischenstopp. Nein, nachdem das Grab unter beeindruckenden
mechanischen Hilfsmitteln geöffnet und die bunten Bilder und Hieroglyphen
nur im Ansatz entschlüsselt wurden, traten ominöse Kultisten
auf, die im Austausch gegen des bei der Aktion federführenden Professors
Töchterlein eine alte, wahrscheinlich übermächtige Reliquie
forderten, diese bekamen und an wack're nächtliche Streiter wieder
abgeben mussten. Auch Todesfälle klärten sich letztlich als Akte
von Neid und Eifersucht auf. Zu erwähnen wäre da noch der beachtliche
Einsatz des guten Wenzels beim Stockball-Spiel, wobei er sich vorher vor
allem durch lang- aber nicht ewig andauernde Trinkfestigkeit hervorgetan
hat.
Burgvogtin
Veldenzia, ins mysteriöse Land Dahijor auf die noch mysteriösere
Burg Veldenz, die stets von dunklen Begebenheiten geschüttelt wird.
Und da die Baronin zugleich die Hühnerställe der Umgebung begutachten
wollte, um damit sicher zu gehen, dass nun wirklich kein Drachenei mehr
im Lande verspeist werden muss, verband sich die Inspektion mit der Anreise
zur Burg. Strapaziös und durch viele Unglücksfälle geprägt
gestaltete sich diese, so dass die Gruppe
schließlich
getrennt wurde und zunächst nur der Freiherr Risto Taurian zu Wulfnoth,
Theoretikon, Carola, Scrophus, seine Begleiterin, Harne und die Amme Anne
mit der jungen Baronesse Johanna die Burg erreichten. Erst später
gesellten sich Odo, Ramodis, Wenzel und Salina dazu. Nach enfänglichen
Schwierigkeiten, in die Burg hinein zu gelangen - aufgrund übereifriger,
vermeintlicher Büttel - gestaltete sich der Abend recht geruhsam,
wäre da nicht das merkwürdige Verschwinden der Vogtin zu beklagen,
die
offensichtlich nur ihre Knechte, Büttel und Mägde zurückgelassen
hatte, von denen auch niemand vom Verschwinden Veldenzias berichten konnte.
Und dann der überaus mysteriöse Mönch, der von Tod und dahijorischem
Untergang sprach. Die drei Hohepriester Gothmoghs kündigten dann das
bevorstehende Fest der Winde an und klärten dann die angereisten Gäste
zumindest soweit auf, dass die noch anwesenden Knechte und Büttel
demnächstens
die
Burg zur Treuhand überlassen bekommen sollten, um die Burg als Altersruhesitz
der Priester zu verwalten, wenn sich kein anderer Vogtanwärter finden
würde, was dann natürlich geschah - u.a. durch die anwesenden
Staucher. Ein Vogt-Wettbewerb stand sodann an. Als wäre dies nicht
genug der Prüfung von Tugend und Ehre, schlichen sich in der Nacht
auch noch üble Träume ein von einem gar furchtersamen Monster
mit Drachenkopf und fürchterlichen Waffen, nur damit man gleich feststellte,
dass die Küchenmagd Johanna diesem wohl zum Opfer gefallen war, was
die Träumer - so Theoretikon - berichteten. Grübelte man die
Tage darauf über eine Lösung und den schrecklichen Duft des Untieres,
musste
man
sich zugleich seiner Speisen und Getränke gewahr sein, da auch ein
geschickter Giftmischer unter den Gästen war. Abwechslung brachte
der Besuch des Söldnerduos Turbold und Brunsback, zwei Haudegen mit
Stärke und Stimme, die die Anwesenden herausforderten und sich erst
nach langen Kämpfen ...
auf ein Unentschieden einigten. Harne, Odo und Scrophus bewiesen ihr handbrecherisches
Geschick im Umgang mit ihren Waffen und taten ihren Teil zum Gelingen des
Unentschiedens bei. Am Abend des Gothmogh'schen Windfestes erlag dann auch
das Monster, u.a. durch den Einfall einer schlauen Felinin, Sharin, gewitzt
ausgetrickst durch den Duft ebenjener schrecklich riechenden Pflanze -
seinen zahlreichen Verletzungen, die ihm vor allem Harne
zugefügt
hatte (Nein, vertrauensvolle Augenzeugen bestätigen, dass es nicht
Wenzel war, der den Todesstoß gab, sondern dass Wenzel es war, der
die Asche des Untieres mit kräftigen Schlägen in alle Windrichtungen
verteilte!). Am letzten Abend löste sich sodann auch das Rätsel
um die zahlreichen Unglücksfälle bei der Anreise und die inzwiscen
ebenso zahlreichen Giftattacken, die eigentlich stets die Stauchische Gesandtschaft
und insbesondere Risto
treffen
sollten. Spielte sich hier doch nicht nur eine persönliche Racheinszenierung
einer verschmähten Gauklerin ab, sondern war dies auch der Auftakt
zu einem womöglich noch weitreichenden innerpolitischen Zwist, den
ein Auftragsbrief andeutete, den man bei der letztlich toten Meuchlerin
fand. Harnes und Ristos Vorgehen bei der Vogtwahl muss derweil auch noch
mit der Baronin diskutiert werden. Und wer wurde Vogt? - Nun der, der den
Vogtring besaß: der Mönch, der sein Gedächtnis just in
dem Moment wiederfand, als er den Ring an seiner Hand im Feuerschein erblickte.
Und was geschah nun mit der verschollenen Vogtin? - Die Büttel waren
wohl Räuberpack, das auf Tempelasyl spekulierte, als es sich der Gothmogh
versprochenen Burg bemächtigte. - Arme Veldenzia!
An dieser Stelle übrigens ein "Danke schön" an die oben zu
sehenden Werke der Koboldzeichenmeister: z.B. Ralf
Hüls