Agathe II. und Gustreff

Chronik der Stauchischen Öffnung
Die Bildergalerie

Die Stauchische Gesandtschaft um die Baronin Agathe II. von Rathelsbeck bereist, so berichtet der Chronist der Baronin, Edelfink Annometris vom roten Berg aus Rathelsbeck, seit einigen Jahren die weite Welt jenseits des allumlagernden Ringgebirges. Hier einige Exzerpte aus seinem Werk der "Chronik der Stauchischen Öffnung":

Kapitelübersicht der Chronik

Frühsommerfest in Norglaw (Vinland XI)
Drachenkampf und Schatzsuche in Drachenfall (Kaotien)
Maskenball in Calderon (AD III)
Brunnenspuk auf Burg Veldenz (Kakerlak IX)
Hochzeitsfest in Burgund (Des Henkers Braut)
Eierdiplomatie auf Burg Veldenz (Kakerlak XXV)
Ein Baron lädt zur Nachfolge ein - oder?(Daimon10)
Besuch einer Ausgrabungsstätte (Oschenheim 3)
Vogtwahl und Monsterjagd auf Burg Veldenz (Kakerlak XLII)
 

Weiteres Bildwerk zu Stauchischen Aktivitäten
 
 

Frühsommerfest in Norglaw (Vinland XI)

"Als der später auf dem Thing gewählte Jarl von Norglaw im Lande Vinland in sein kaltes, von Meer und Wind heimgesuchtes Land einludt, zu Zwecken des freundschaftlichen Austauschs und der lustvollen Feierlichkeit, wollte meine Herrin schon, ob der gefahrvollen und weiten Wegstrecke ablehnen. Doch dann erfuhr sie von den Kernmythen der Landesentstehung, den Drachen der einzelnen Inseln, die bestimmte Elemente, Temperamente und Eigenschaften vertreten und auf die sich das Volk in seiner Entstehung und Historie wohl beruft, und war kaum aufzuhalten in ihrem Eifer, den Reisepfad zu begehen und mehr über jenes Land zu erfahren, vielleicht sogar Gemeinsamkeiten der Mythen offenzulegen. Die Reise war beschwerlich und als erste Seereise der Stauchischen Gesandtschaft äußerst wagnisvoll. Doch mit Ritter Gustreff und dem wackren Kämpfer Harne Melph, dem gelehrten Theoretikon Mopper und der damaligst noch als Zofe zu benennenden Vertrauten Salina beging die Baronin dies mit festem Schritt. Edel war ihr Blick, als er über die wogende See glitt, stets vorblickend schaute ihr Auge gen Norden, wo neben den Feierlichkeiten jedoch auch dunkle Gefahren lauerten, die das sommerhafte Wetter nicht erahnen ließ. Sie überreichte, sicheren Fußes auf festen Grund gesetzt zugleich ein wertvolles Präsent, einen Ring aus dem Hort eines Jungdrachens, der dem zukünftigen Jarl und seinen engsten Vertrauten den Weg durch das Ringgebirge, vorbei an unseren Hütern gestatten würde, wollten sie den Weg in den Süden jemals antreten. (...)"
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Drachenkampf und Schatzsuche in Drachenfall (Kaotien)

Und nochmal Agga mit RitterAgga und Salina"So weiß ich von einem Ort zu berichten, den meine verehrte Herrin besuchte, als in Rathelsbeck die ersten Frühlingsboten durch die leichte Schneedecke brachen und die Winterfeuer langsam verrauchten. Es trieb sie ein innerer Ruf zu einem kleinen Dorf in Kaotien, das sich Drachenfall nannte. Und hier wird denn auch offenbar, welchen Antrieb meine Herrin fand, als sie das erste Mal von jenem Namen und Fragmenten seiner Geschichte hörte. Dort haben Drachen gestritten, trug man ihr zu. Dort seien Drachen gefallen - ein roter und ein blauer Drache, die um das Gleichgewicht der Kräfte gerungen haben. Wie ähnlich diese Legende unserer eigenen doch war. Und nichts hielt sie auf, jenen Ort zu besuchen und mehr über diese Mythe zu erfahren.
Der Weg dorthin war lang und gefährlich und so nahm sie den Begleitschutz des Ritters Gustreff von Sonneck an, der sie schon des öfteren begleitet hatte. Auch ihre Vertraute Salina, die zu jener Zeit auch als ihre Zofe ihr Werk tat, schritt stets neben ihr her und sorgte sich um das Wohl der edlen Frau. (...) Doch der tapfere Ritter Gustreff von Sonneck noch der wack're Kämpfer Harne Melph, der sich schon seit langem als der Baronin Leibgardist hervorgetan hat, sowie der gelehrte Herr Theoretikon Mopper aus dem Galothischen Hochburg oder ihre Vertraute konnten verhindern, dass sich meine Herrin eines Nachts inmitten einer meuchelnden Gruppe wahnsinniger Fanatiker wiederfand, die ihr mit Schwertern und Hieben beinahe das Lebenslicht löschten und sie in ihrem Blute am Rande des Dorfplatzes liegen ließen. Jene haben jedoch kurz darauf furwinsfeuergleich den Tod in einem mächtigen Schwertarm gefunden. Und auch der Baronin konnte schließlich kurz vor dem Tor zu Ardhasirs Reich Atem und Kraft zurückgegeben werden. 
Die Schlacht tobte noch lange und es sah sehr ungünstig für die Streiter des blauen Drachens aus, gelang den roten Fanatikern letztlich sogar beinahe ein Durchmarsch in das Heilerlager, das notdürftig in der Tavernenstube errichtet worden war. Aber dennoch bezwang man das Übel mit der Hilfe des blauen Drachens in elfischer Verkörperung eines wendigen Helden, und auch Harne Melphs und Ritter Gustreffs heldenhaftem Einsatz sei hier eine Ehrenzeile gewidmet. Stritten sie doch einmal mehr für die gerechte Sache mit Furwins wilder Leidenschaft und Reginsfars klarem Blick (...)."

Wo ist der Schatz? Es findet sich noch ein Zusatz unter diesem Kapitel, der anscheinend später hinzugefügt wurde, da die Zeilen sehr beengt beschrieben wurden:
"Die Baronin erzählte mir scheu von einer obskuren Gegebenheit, die sich während ihres Aufenthalts zutrug. So berichtet sie, dass ihr und ihrer Begleitung ein ominöses Schrift- und Bildstück in die Hände fiel, eine Landkarte, die den Ort eines 'Schatzes' wohl in sich barg. Wie sich später zeigte, gab es noch zwei weitere Karten, ähnlichen Inhalts, die die Besitzer zusammenbrachten, um jenen 'Schatz' aus den tiefen des kaotischen Waldgebietes um Drachenfall herum zu bergen. Viele Stunden verbrachten die Suchenden, darunter auch meine Herrin, damit, die einzelnen Bildfragmente zu einem Ganzen zu komplettieren, jedoch ohne Erfolg. Mit genässter Kleidung und trübem Blick, ermüdet von den Strapazen des Waldwanderns und der Suche, erreichte man bei nahender Dämmerung das Dorfzentrum. Das Schicksal wollte es wohl so, dass ein unglücklicher Wassertropfen das Geheimnis des Ausgangspunktes raubte und somit alle Hinweise auf einen Anfang der Suche im Keim gleich erstickte (...)."

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Maskenball in Calderon (Arturien, Anno Domini III)

"Wieder eine ungewöhnliche Reise, diesmal in den Osten der Mittellande ins Land Arturien, das von seiner kaum zu bereisenden Handelsstadt aus zu einem festlichen Maskenball geladen hatte, ließ die Baronin und ihre Gesandtschaft durch dunkle Zwergentunnel und unwegsames Gebirge zum Rat der zwölf Drachenfürsten gelangen. Unschwer ist der Grund dieser Reise zu erkennen, so dass ich meine Ausführungen hier beschränken kann. Kalt war es und Schnee und Sturm behinderte die Anreise. Dort angelangt empfing man die Stauchischen Gesandten und meine Herrin mit warmen Worten und einer gemütlichen Taverne. Erst am nächsten Tag erregten die einladenden Fürsten aufs Schärfste den Unmut der Baronin, nachdem sie selbst einige Stunden vor dem Ratszimmer der Zwölf gewartet hatte, die sich ständig zerstritten und auflösten, wieder einfanden und dann doch noch einige Zeit ihre inneren Widrigkeiten klären mussten. Es ist dem Großmut und der Großherzigkeit der edlen Frau zu verdanken, dass sich hier kein diplomatisches Debakel ereignete. (...) Der Maskenball entschädigte, ebenso wie das fürstliche Festmahl, für einige Unannehmlichkeiten."

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Brunnenspuk auf Burg Veldenz(Dahijor, Kakerlak IX )

"... ein merkwürdiger Bote brachte dereinst Nachricht von einer Burg Veldenz im mysteriösen Dahijor, einem Reich, das man findet, will man mit Grund und Ziel zu einem Ort in jenem Land, in das man jedoch ohne Grund und Ziel keinen Fuß setzen kann. Von dortens also wünschte man die Baronin im Sommer zu einem Fest einzuladen. Ein Wunsch, den die edle Frau nicht ablehnte, kannte sie doch jene Burg und ihre,  wie sie selbst sie nannte, zwielichtig-dumm-gutmütigen Bewohner, deren Zungen schneller als Rennfeldmäuse auf jede erdenkliche Situation eine Antwort wußten, die den Gegenüber meist nachdenklicher zurückließ, als er vor dem Gespräch nur hätte sein können. Nun denn, in jenes Gebiet verschlug es also meine Herrin samt der Gesandtschaft und es warteten düstere und gefährliche Gegebenschaften auf sie,die sich des nachts aus dem Brunnen erhoben. Hier trafen sie nicht zuletzt auf einen  jungen Streiter, den die Baronin vor vielen Jahren als Barde und Musikant zu schätzen gelernt hatte, Shalalah, der allseits bekannte Gaukler, der hin und wieder die Gesandtschaft mit seinen vielseitigen Talenten zu unterstützen weiß. So ist er auch im Kampf doch ein beachtlicher Meister des (vor)schnellen Wortes und (schinken)schneidender Präzision mit dem Schwert, wie ich mir habe erzählen lassen (...).
Auch Ritter Gustreff wurde eine Einladung zu jenem Ort zugestellt, die er - mit erheblicher Verwunderung über den aufgeführten Anlass zwar - annahm und so wiederum  für das sichere Geleit der Baronin sorgen konnte. Auf der Brug angekommen musste natürlich zunächst sichergestellt werden, dass die Burgbewohner und die übrigen Gäste der edlen Frau keinen Schaden zufügen wollten, so dass der tapfere Ritter sein Befragungstalent zu pass kam, welches er weise einzusetzen wusste, etwa gegenüber dem katzbuckligen Knecht Jonathan, der wie auch die übrigen Knechte nicht angetan war über 'das viele Volk, das den Burgherren die Haare vom Kopfe fresse'.
Die sich später in der Nacht ereignenden furchterregenden  Spukgeschehnisse, ausgelöst durch eine erhebliche Abfolge von Missgeschicken des letzten Jahres und einer etwas unüberlegten Schnellbestattung im Brunnen der Burg Veldenz, sorgten dann alsbald für genug Aufregung, sowie Gesprächs- und Handlungsstoff unter den Anwesenden. Man ersann jeden erdenklichen Weg, den grausamen Seelen den Weg in ihr Totenreich zu weisen,(...) doch ausschlaggebend für das Ende (?) des Spuks war dann jedoch die priesterliche Reinigung der verunreinigten Wasserstelle, wobei die Zukunft zeigen wird, ob jene Heldentat das Übel im Keim ersticken konnte. (...)"

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Hochzeitsfest in den Freigrafschaften Burgunds (Des Henkers Braut)

"Unter bösen Vorzeichen schon verließ die Baronin Rathelsbeck, leuchtete doch der Ulaath am östlichen Gebirgsring in bedrohlichem Rot und Violett am Tag ihrer Abreise. (...) Einen bösen Spaß machte sich dann auch bei dunkler werdendem Himmel und feuchtnassem Regenwetter ein merkwürdiger Fährmann, der der Baronin und ihren Begleitern, sowie den ehrwürdigen Templerrittern aus Winningen und den anderen, die Gesandtschaft begleitenden Gefährten die Überquerung eines brückenlosen reißenden Flusses doch erheblich erschwerte und schließlich das Leben eines der Mitreisenden kostete. Voller Erregung über die misszubilligenden Zustände im Land erreichte die Baronin (und die anderen) die wärmende Stube des Gastgebers, der sich jedoch zunächst über die Unvorsicht der Anreisenden entrüstete, denn auch in anderen Gästegruppen hatte es wohl Verluste durch Übergriffe von Wegelagerern und Magierfängern gegeben. Hatte der Herr des Gutshofes nicht die Verpflichtung, für den Schutz der Geladenen zu sorgen, wie es das Gastrecht gebietet? (...) Die Hochzeit am nächsten Tage endete tragisch, mit dem Tode der zu verheiratenden Tochter. Zudem spitzten sich die ominösen Zustände dramatisch zu, so dass nach zwei weiteren Tagen die Todesboten und rätselhaften Begebenheiten (Rieseninsekten, Fluch eines Nekromanten, Familienfehden etc.) in einer kaum zu bewältigenden Schlacht endeten, die vielen Männern und Frauen (beinahe) das Leben gekostet hätte. Niemand aus der Gesandtschaft kann die Wendung des letztlich schlecht für die gerechte Sache stehenden Kampfgeschehens verstehen, als sich die übermächtigen Truppen des nekromantischen Widersachers schließlich zurückzogen. Nun, vielleicht mag Ritter Gustreff, einer der letzten noch stehenden (fünf) wackren Helden seinen Teil dazu beigetragen, obwohl er dies - tugendhafterweise - stets verneint. (...)

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Ein Baron lädt zur Nachfolge ein - oder?(Daimon 10)

Zufällig die Wege eines recht kalten Landes beschreitend finden wir am Abend Unterkunft in einer recht ansehnlichen Burg eines alten Barons, der im selben Gebäude auch eine Elementar-Akademie unterhält. Nicht ahnend, das der Gelehrte die Burg in den nächsten Tagen in die Hände eines weisen Rates, bestehend aus den durch Wettkämpfe ausgewählten Besten unter den Gästen, legen will, harren wir zunächst der Dinge, die da kommen bei süßem Met, Wein und Gesang in der Taverne und im frierend-kalten Innenhof der Burg. Schnell finden sich Kontakte zu anderen adeligen Gesandtschaften, den Bretonen zum Beispiel, mit denen wir im weiteren Verlauf regen Austausch von Informationen und Aktionen betreiben. Theoretikon scheint Gefallen an einigen recht jungen Orks gefunden zu haben, die in höchster Berserkerischer Wut aus allen Öffnungen Schäumen - nun ja, schweigen wir über das Weitere. Noch in der Nacht soll der erste Wettkampf der Stärke zu bestehen sein, ein Kriegszug gegen marodierende Orks, an dem Gustreff und Wenzel teilnehmen. Carola und Theoretikon verbringen derweil den späten Abend in der überfüllten Taverne, während Salina auf die Rückkehr der Recken wartet, um helfend bei der Hand zu sein, sollte ihre Hilfe von Nöten sein. Der nächste Tag bringt nicht nur die weiteren Wettkämpfe, sondern auch Zweifel an der ehrenwerten Absicht des Barons. Oder sind es gar seine Schüler, die den alten Mann betrügen? Der Zweifel an der Ehrlichkeit seiner Absicht bestätigt sich, als wir durch Zufall ein Übel und Böses ausstrahlendes Schwert in der Bibliothek der Burg finden, doch können wir - auch mit Hilfe der Bretonen - nichts gegen den resoluten Rauswurf von Seiten der Schüler tun. Entgültig wird die Wahrheit offenbar, als die Sieger der einzelnen Wettkämpfe - darunter auch Wenzel - ihres gewinnbringenden Talents beraubt zu uns übrigen zurückkehren, die wir uns gerade gegen die Schergen des Barons verteidigen müssen, die uns aus der Burg herauszutreiben gedenken. Und wie endete die Geschichte? - Wenzel, unser Schachmeister, büßte seinen Verstand ein (und hat ihn bisher auch im Alkohol nicht wiedergefunden!). Der Baron herrscht nun weitere Jahre über die Burg mit allen Talenten, die er den wetteifernden Gästen geraubt hat, u.a. auch mit dem Verstand eines Bauern (welch ein Trost!). Und wir verließen die Burg am nächsten Morgen so schnell als möglich, wartete man uns noch nicht mal mehr ein Frühstück zur Stärkung auf ...
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Eierdiplomatie auf Burg Veldenz (Dahijor, Kakerlak XXV)

"Diesmal sollten hohe Vertreter der Handelskontore Dahijors auf die Stauchische Gesandtschaft in der Burg Veldenz warten, wobei meine Herrin mit üblen Vorahnung, gedenk der Geschehnisse des Vorjahres, den Weg zur Burg erneut antrat. Und diese bestätigten sich, denn nicht nur, dass mit Verärgerung eines Wassergeistes die Trockenheit im ganzen Lande ausbrach, nein, auch die Geister des Vorjahres erhoben sich durch übelnekromantische Hexenmagie aus ihrem feuchtmodrigen Brunnengrab, hervorgelockt durch die üblen Machenschaften der einst von den inquisitorischen Brüdern verbrannten eigenen Schwester Malabé, die durch üble Paktierungen mit ominösen Dämonengesindel wohl wieder zu einem Körper gekommen ist. Den Drachenbrüdern sei Dank waren auch diesmal wieder genug Helden und Heldinnen anwesend, die dem lebensbedrohlichen Tuwerk ein Ende bereiteten. Die Baronin selbst hätte dagegen die Burg aufgrund einer moralischen Unmöglichkeit beinahe entrüstet verlassen, wären nicht die wohlweisen Beschwichtigungen des Richters der Freien Stadt Rieneck gewesen, die die Eierfrage letztlich zu einem beide Seiten befriedigenden Abschluss brachten. Man stelle sich vor: in Dahijor soll es seit Jahren eine Drachenplage geben, die zu Kosten der Hühner gehe, und somit die ehrwürdigen Dracheneier zu omlettzwecken in den Speiseplan eines jeden Dahijorers einbinde. Meiner Herrin selbst sollen solche Dracheneieromletts zur Verspeisung angeboten worden sein, ja, Odo, der allgerühmte Kochmeister Rathelsbecks, wurde hinterlistig hintergangen, so dass er für seine eierspeisigen Köstlichkeiten die heiligen Dracheneier nutzte, unwissend des oben erwähnten Zustandes. (...) Aber schließlich neigten sich auch diese diplomatischen Gespräche dem Ende zu und mit der Stauchischen Eierhilfe für Dahijor und der Ansiedelung und Aufzucht, sowie dem Schutz des neu zu liefernden Stauchischen Hühnervolkes legte man den Grundstein für vorsichtige, diplomatisch zu überwachende Handelsbeziehungen."
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Besuch einer Ausgrabungsstätte (Oschenheim 3)

Las man doch in einer zufällig zur Hand gebrachten Nachrichtenseite aus Oschenheim von dem Fund eines Grabes auf einem zukünftigen Kirchengrund in Oschenheim! Und schon war man auf dem Weg in dieses noch fremde Land, das seinen einen Gott mit Inbrunst verehrt und die Worte etwas ... anders setzt. Nicht nur legendäre Dialoge wie: "Ey, wo sin' denn die Büddel?" -"Na in der Büddelhütt!" rissen uns von unseren Schemeln vor unserem Quartier. Nein, auch die Ereignisse um die Grabungsstätte und der Zwist der Dorfbewohner, ob es nun eine Kapelle oder ein Freilichtmuseum wird, wurden von uns, dem Freiherren Risto, Theoretikon, Salina, Carola und Wenzel, mit Interesse begutachtet. Vor allem die Zwistereien zwischen dem Dorfpfaffen und dem Bürgermeister blieben bis zum den Streit für den Pfaffen beendenden Stockball-Finale spannend. Doch noch nur Erheiterung bescherte dieser kleine Zwischenstopp. Nein, nachdem das Grab unter beeindruckenden mechanischen Hilfsmitteln geöffnet und die bunten Bilder und Hieroglyphen nur im Ansatz entschlüsselt wurden, traten ominöse Kultisten auf, die im Austausch gegen des bei der Aktion federführenden Professors Töchterlein eine alte, wahrscheinlich übermächtige Reliquie forderten, diese bekamen und an wack're nächtliche Streiter wieder abgeben mussten. Auch Todesfälle klärten sich letztlich als Akte von Neid und Eifersucht auf. Zu erwähnen wäre da noch der beachtliche Einsatz des guten Wenzels beim Stockball-Spiel, wobei er sich vorher vor allem durch lang- aber nicht ewig andauernde Trinkfestigkeit hervorgetan hat.
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Vogtwahl und Monsterjagd auf Burg Veldenz (Kakerlak XLII)

Und wieder rief uns eine Depesche, diesmal von der Burgvogtin Veldenzia, ins mysteriöse Land Dahijor auf die noch mysteriösere Burg Veldenz, die stets von dunklen Begebenheiten geschüttelt wird. Und da die Baronin zugleich die Hühnerställe der Umgebung begutachten wollte, um damit sicher zu gehen, dass nun wirklich kein Drachenei mehr im Lande verspeist werden muss, verband sich die Inspektion mit der Anreise zur Burg. Strapaziös und durch viele Unglücksfälle geprägt gestaltete sich diese, so dass die Gruppe schließlich getrennt wurde und zunächst nur der Freiherr Risto Taurian zu Wulfnoth, Theoretikon, Carola, Scrophus, seine Begleiterin, Harne und die Amme Anne mit der jungen Baronesse Johanna die Burg erreichten. Erst später gesellten sich Odo, Ramodis, Wenzel und Salina dazu. Nach enfänglichen Schwierigkeiten, in die Burg hinein zu gelangen - aufgrund übereifriger, vermeintlicher Büttel - gestaltete sich der Abend recht geruhsam, wäre da nicht das merkwürdige Verschwinden der Vogtin zu beklagen, die offensichtlich nur ihre Knechte, Büttel und Mägde zurückgelassen hatte, von denen auch niemand vom Verschwinden Veldenzias berichten konnte. Und dann der überaus mysteriöse Mönch, der von Tod und dahijorischem Untergang sprach. Die drei Hohepriester Gothmoghs kündigten dann das bevorstehende Fest der Winde an und klärten dann die angereisten Gäste zumindest soweit auf, dass die noch anwesenden Knechte und Büttel demnächstens die Burg zur Treuhand überlassen bekommen sollten, um die Burg als Altersruhesitz der Priester zu verwalten, wenn sich kein anderer Vogtanwärter finden würde, was dann natürlich geschah - u.a. durch die anwesenden Staucher. Ein Vogt-Wettbewerb stand sodann an. Als wäre dies nicht genug der Prüfung von Tugend und Ehre, schlichen sich in der Nacht auch noch üble Träume ein von einem gar furchtersamen Monster mit Drachenkopf und fürchterlichen Waffen, nur damit man gleich feststellte, dass die Küchenmagd Johanna diesem wohl zum Opfer gefallen war, was die Träumer - so Theoretikon - berichteten. Grübelte man die Tage darauf über eine Lösung und den schrecklichen Duft des Untieres, musste man sich zugleich seiner Speisen und Getränke gewahr sein, da auch ein geschickter Giftmischer unter den Gästen war. Abwechslung brachte der Besuch des Söldnerduos Turbold und Brunsback, zwei Haudegen mit Stärke und Stimme, die die Anwesenden herausforderten und sich erst nach langen Kämpfen ... auf ein Unentschieden einigten. Harne, Odo und Scrophus bewiesen ihr handbrecherisches Geschick im Umgang mit ihren Waffen und taten ihren Teil zum Gelingen des Unentschiedens bei. Am Abend des Gothmogh'schen Windfestes erlag dann auch das Monster, u.a. durch den Einfall einer schlauen Felinin, Sharin, gewitzt ausgetrickst durch den Duft ebenjener schrecklich riechenden Pflanze - seinen zahlreichen Verletzungen, die ihm vor allem Harne zugefügt hatte (Nein, vertrauensvolle Augenzeugen bestätigen, dass es nicht Wenzel war, der den Todesstoß gab, sondern dass Wenzel es war, der die Asche des Untieres mit kräftigen Schlägen in alle Windrichtungen verteilte!). Am letzten Abend löste sich sodann auch das Rätsel um die zahlreichen Unglücksfälle bei der Anreise und die inzwiscen ebenso zahlreichen Giftattacken, die eigentlich stets die Stauchische Gesandtschaft und insbesondere Risto treffen sollten. Spielte sich hier doch nicht nur eine persönliche Racheinszenierung einer verschmähten Gauklerin ab, sondern war dies auch der Auftakt zu einem womöglich noch weitreichenden innerpolitischen Zwist, den ein Auftragsbrief andeutete, den man bei der letztlich toten Meuchlerin fand. Harnes und Ristos Vorgehen bei der Vogtwahl muss derweil auch noch mit der Baronin diskutiert werden. Und wer wurde Vogt? - Nun der, der den Vogtring besaß: der Mönch, der sein Gedächtnis just in dem Moment wiederfand, als er den Ring an seiner Hand im Feuerschein erblickte. Und was geschah nun mit der verschollenen Vogtin? - Die Büttel waren wohl Räuberpack, das auf Tempelasyl spekulierte, als es sich der Gothmogh versprochenen Burg bemächtigte. - Arme Veldenzia!
Erwähnenswert sei hier noch das heitre Musizieren, Lauschen und Genießen an den doch noch geruhsamen Nächten im Rittersaal der Burg bei Kaminfeuer und glühendem Claret und Met. Nirgends ist es gleichzeitg so zugig und gemütlich wie in den vier Wänden der Veldenzer Burg. - Habe ich eigentlich schon Wenzels Trinkfestigkeit bemerkt ...?
 
 

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Weiteres Bildwerk zu Stauchischen Aktivitäten

Die Chronik beanstandet keine Vollständigkeit, versucht sie doch - beständig fortgeführt - alle Stauchischen Aktivitäten zu erfassen, was natürlicherweise ein nie abgeschlossener Prozess sein wird. Sollten sich bei den Interessierten der Besucher noch Koboldzeichnungen von Stauchern finden lassen, sind wir natürlich immer daran interessiert, diese zu erhalten und an dieser Stelle zu veröffentlichen. Jene großartigen Mechaniker der Koboldschnellzeichenmaschinen mögen sodann umgehend mit unserem Chronisten kontaktieren. Danke.

Bildwerk an die Staucher



An dieser Stelle übrigens ein "Danke schön" an die oben zu sehenden Werke der Koboldzeichenmeister: z.B. Ralf HülsZur Hauptseite